Aktuelles

2023

Am World Wetlands Day

Moor auf die Ohren

25/01/2023 Anlässlich des weltweiten Tags der Feuchtgebiete am 2. Februar gibt es in Greifswald „Moor auf die Ohren“. An diesem Tag wird über die Greifswald-App erstmals ein Hörspaziergang veröffentlicht und der führt auf die Moore rund um Greifswald. Also App aufs Smartphone oder Tablet laden – und los geht´s.

Der Spaziergang über die "Wiesen bei Greifswald", die Caspar David Friedrich auf seinem gleichnamigen Bild festgehalten hat, ist ein bisschen wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Es gibt viel zu entdecken, was auf den ersten Blick nicht zu sehen ist. Denn statt um Wiesen handelt es sich auf dem Gemälde des Malers um Moore vor den Toren der Stadt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, den Moorspaziergang am weltweiten Tag der Feuchtgebiete am Donnerstag 2. Februar auszuprobieren. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder, dem neuen Professor für „Moorforschung / Peatland Science“ an der der Universität Greifswald, Gerald Jurasinski, der SPD-Bundestagsabgeordneten Anna Kassautzki und der Biolandwirtin Dörte Wolfgramm-Stühmeyer geht es über den Steinbecker Vorstadtpolder. Begleitet werden sie von Christina Lechtape von der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, die den Spaziergang im Projekt MoKKa federführend entwickelt hat, Thomas Beil, Geschäftsführer der Greifswalder Agrarinitiative, und Moormanagerin Annie Wojatschke, die am Hörspaziergang mitgewirkt haben. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Schöpfwerk Steinbecker Vorstadt – natürlich mit Smartphone in der Hand und heruntergeladener App.
Der Hörspaziergang basiert auf der Broschüre Moore bei Greifswald, herausgegeben von der Succow Stiftung.
dieses event und weitere auch auf der See our our event and more at the offiziellen Website des World Wetlands Day.

Ganz neu: Moorprofessur und Moorprofessor

Willkommen für Dr. Gerald Jurasinski

16/01/2023 Mit Dr. rer. nat. Gerald Jurasinski ist die neue W3-Professur für Moorforschung/Peatland Science an der Universität Greifswald seit Beginn 2023 besetzt. Damit ist die Universität Greifswald die einzige Universität mit einer Moorkunde-Professur in Deutschland. Die 2018 von Universität Greifswald und Landesregierung M-V vereinbarte Schaffung der Professur trägt der Tradition und Exzellenz Greifswalder Moorforschung Rechnung, ebenso dem hohen Mooranteil an der Landesfläche des Bundeslandes.
Am Greifswald Moor Centrum, in dem die Universität Greifswald Partner ist, freut man sich außerordentlich über die Stärkung der Forschung und Lehre: „Wir haben uns seit 2015 mit vielen Verbündeten dafür eingesetzt und sind allen Unterstützer*innen sehr dankbar, dass die Professur nun endlich mit Gerald Jurasinski besetzt werden konnte.” sagen Dr. Greta Gaudig und Dr. Franziska Tanneberger vom Greifswald Moor Centrum. Für die Professur hat sich Dr. Gerald Jurasinski viel vorgenommen: „Wir müssen bei Moorwiedervernässungen deutlich schneller vorankommen. Unsere Forschung wird zeigen, wie wir es besser machen können. Dabei wollen wir Wissen nicht nur generieren, sondern auch verbreiten und Greifswald als zentralen Knotenpunkt der Moorexpertise weiter ausbauen. Wir wollen u.a. mit vielen nationalen und internationalen Partner*innen ein Netzwerk weiter aufbauen, das Treibhausgasemissionen und andere Ökosystemdienstleistungen von Mooren in M-V und darüber hinaus misst. Unsere Ergebnisse werden uns vor allem auch hinsichtlich des Klimaschutzes helfen, richtig zu handeln.“
Kennenlernen können Interessierte Dr. Jurasinski bei der öffentlichen Vorlesung Eine kurze Geschichte der Forschung zu Treibhausgasemissionen aus Mooren in Norddeutschland am 17. Januar um 18 Uhr am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg oder bei einem kleinen Spaziergang über Greifswalder Moore anlässlich des World Wetlands Day am 2. Februar. Dieser startet um 14 Uhr an der Brücke Stralsunder Straße am Hafen.

Weitere Informationen in der GMC-Pressemitteilung zur Moorprofessur.

Jetzt: Mooratlas

the first ever - druckfrisch und online

10/01/2023 Moore sind nicht unheimlich, sondern unheimlich wichtig – den Kampf gegen die Klimakrise, den Erhalt der Artenvielfalt und einfach für uns alle. Dies ist noch zu wenig bekannt. Mit dem Mooratlas - Daten und Fakten zu nassen Klimaschützernrum(mo)oren die Herausgeber Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, um das zu ändern. Am Dienstag 10. Januar stellen sie den Mooratlas in einer Pressekonferenz in Berlin und online vor.
Der Mooratlas 2023 beleuchtet auf 50 Seiten und mit 52 Illustrationen nicht nur die Geschichte der Moore, ihre Bedeutung als einzigartige Lebensräume für das weltweite Klima und die Biodiversität sowie ihre Zerstörung mit lokalen und globalen Folgen. Er erklärt auch, wie wir Moore schützen und ihre Funktionsfähigkeit wiederherstellen können. Er zeigt die Potenziale nasser Moore für den Klimaschutz und Chancen für ihre nasse Nutzung, der Paludikultur, und zugleich, wie Politik und Gesellschaft jetzt handeln können.

Quelle: Greifswald Moor Centrum